AMERICAN AKITA`S OF WETTINER KEN

Haltung

Haltung, Erziehung und die Eigenheiten eines Akita

 

Also: ich habe da mal ein bisschen angefangen, vielleicht fällt mir noch was dazu ein:

Grundsätzlich muss man wohl sagen, dass jeder seine eigen Ansichten und auch Methoden hat, wie man einen Akita erziehen sollte.

Ich denke jedoch, dass alle Akitahalter mit mir einer Meinung sind:

„EIN AKITA HAT SEINEN EIGENEN KOPF“

Ganz speziell dieser Tatsache muss man Rechnung tragen.

Wer glaubt, einen Schutz-oder Wachhund aus einem Akita machen zu können, der sollte sich dann doch nach einer Arbeitsrasse umschauen. Denn ein Akita macht nur das, was er für sinnvoll erachtet.

Mit viel Geduld uns Spucke könnt Ihr aber einen vernünftigen Familienhund aus ihm machen, der auch Tischsitten einhält und das Knigge der Hunde beherrscht. Ihr solltet, gerade im Welpenalter, wenn ein Akita besonders knuffelig ist, nicht alles durchgehen lassen und diese Tatsache mit Nachdruck durchsetzen. Ein Akita ist nicht aus Glas, und wenn er mal fällt, dann geht er nicht kaputt.

Der Akita versteht es meisterlich, sich Vorteile zu verschaffen. Nach dem Motto: „Einmal Sofa, immer Sofa!“ oder „Herrchen guckt gerade mal nicht hin, dann muss ich wohl die Weihnachtsgans auffuttern“! Auch wenn einen dann mal die kleinen Kulleraugen anschauen als ob der Hund tot umfallen würde, sollte man sich nicht erweichen lassen! Auch ein Akita muss mit den Konsequenzen seines Fehlverhaltes konfrontiert werden. Da nützt es nicht, wenn man nur „…du, du“ macht! Wir haben die Erfahrung gemacht, das allein mit bloßer Ignoranz schon eine Menge gewonnen ist.

Von Vorteil bei der Erziehung ist hier die allgemeine Verfressenheit des Akitas. Fr Futter oder Leckerlies machen die Hunde fasst alles. Und wenn es der Welpe mal zu weit treibt, dann schadet es auch nicht mit einen Klaps, dem gesagtem Verbot Nachdruck zu verleihen. Auch wenn der Eine oder Andere sagt, dass so ein bissiger Hund erzeugt wird. Blödsinn!!!

Beim lernen von Befehlen und Kommandos sollte man aber auf lautstarke Ermahnungen oder gar Zwang verzichten, denn dann wird ein Akita niemals das machen, was Ihr von Ihm wollt. Es muss dem Hund einfach Spaß machen, euch glücklich zu sehen. Das geht nur mit Lob und Leckerlies.

Wir als Züchter haben allerdings den Vorteil, mehrere Hunde im Rudel zu halten. Alle unsere Hunde sind Tag und Nacht gemeinsam im Grundstück unterwegs. Das macht es auch für uns  leichter, denn die Hunde erziehen sich gegenseitig, speziell was die Rangordnung im Rudel betrifft, da auch wir beide zu Diesem gehren.

D.h. wenn ich unseren Rüden rufen, dann kommen in der Regel alle anderen nach. Weil „Chef“ voraus geht. Auch kann ich „Chef“ ein Verbot aussprechen, was von den anderen weitestgehend mit eingehalten wird. Oder Wenn ich einem Hund das Kommando „Sitz“ gebe, machen es die Anderen gern nach. So hatten wir in der Vergangenheit nie Schwierigkeiten einen neuen Hund mit den Grundkommandos vertraut zu machen.

Dennoch versucht gerade ein Akita immer wieder seinen Kopf durchzusetzen. Hier muss man unbedingt involvieren und dem Hund die positive Seite zeigen und schmackhaft machen, dass es toll ist das zu tun was Herrchen möchte.

Wichtig ist, dass ein Akita gerade im Welpenalter und in der darauffolgenden Prägungs -und Jugendphase viele Umweltkontakte bekommt. Nehmt Euren Hund nach Möglichkeit überall mit hin! Setzt ihn allen möglichen Geräuschen und Gerüchen aus! Verbringt viel Zeit mit anderen Hunden! Lasst alle möglichen Leute an Euren Akita! Das alles natürlich ohne Zwang! Denn ein Akita entscheidet selbst, was für ihn gut ist. Dennoch werden mögliche Ängstlichkeit oder gar Aggressionen soweit abgebaut, dass Ihr mit eurem Hund stressfrei unter Leute gehen könnt und einen top sozialisierten Hund haben werdet.

All Dies wird sich später mit einen wesensfesten und umwelttauglichen Hund als sehr dankbar erweisen. Ein Akita muss nicht alles und jeden mögen, aber er sollte es oder ihn akzeptieren.

Bitte seid auch vorsichtig, denn ein Akita mag selten andere Hunde außerhalb seines Rudels. Dieses rassetypische Verhalten kommt meist mit einem Alter von 1,5 – 2,5 Jahren. Gerade wenn, auf der Hundewiese die berühmten „der tut nix“ oder „der will nur spielen“ Hunde unterwegs sind, ist besondere Vorsicht geboten. Denn ein Akita unterwirft sich nicht! Und ihm ist es egal, ob es ein Dackel oder Rottweiler ist. Es wird meist auf der Stelle geklärt, wer hier der Chef im Ring ist.

So, nun genug der Warnungen. Dafür hat ein Akita auch eine ganze Menge Vorteile.

  • Ein Akita lernt auch noch im erwachsenen Alter alle möglichen Kommandos, und das sehr schnell.
  • Ein Akita ist extrem anhänglich und treu.
  • Ein Akita verzeiht alles.
  • Ein Akita geht mit Dir durch Dick und Dünn.
  • Ein Akita wird Dich nie betrügen.
  • Ein Akita kann der beste Zuhörer sein den man sich wünscht.
  • Ein Akita möchte nicht den ganzen Tag gestreichelt werden – nein er will nur den ganzen Tag bei Dir sein.
  • Ein Akita kann eine tolle Wärmflasche sein, wenn Ihr es erlaubt.
  • Ein Akita ist einfach nur wundervoll und eine Persönlichkeit.

Wenn Ihr das alles beachtet, gibt es keinen besseren Begleiter für Euch und Eure Familie.